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4. PHILHARMONISCHES KONZERT

Neubrandenburger Philharmonie - Paukenschlag - Widmann, Schostakowitsch & Haydn

Fr 6.12.2019 - 19.30 Uhr

Jörg Widmann: Con brio         
Dmitri Schostakowitsch: Violoncellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107       
Joseph Haydn: Sinfonie G-Dur Nr. 94 Hob I:94 „Mit dem Paukenschlag“  

Solist: Danjulo Ishizaka, Violoncello
Dirigent: GMD Sebastian Tewinkel

 

Mit einem unerwarteten Paukenschlag, genau genommen einem Fortissimo des ganzen Orchesters, wollte Joseph Haydn sein Publikum überraschen: Wie sein Biograph Dies berichtet, ärgerte sich der Komponist darüber, dass „im zweiten Akt [der Konzerte] der Gott des Schlafs seine Flügel über die Versammlung ausgebreitet hielt. (…)“ Daher schrieb er eine Sinfonie, „in welcher er da, wo es am wenigsten erwartet wird, im Andante, das leiseste Piano mit dem Fortissimo im Kontrast brachte.“ Seine nach diesem besonderen Effekt benannte „Sinfonie mit dem Paukenschlag“ verfehlte ihre Wirkung nicht. Ein „empfindsames Fräulein“ soll sogar in Ohnmacht gefallen sein. Bis zum heutigen Tag gehört die 1792 im Rahmen von Haydns erster London-Reise uraufgeführte Sinfonie zweifellos zu seinen bekanntesten und beliebtesten Schöpfungen. – Der Pauke kommt auch in Dmitri Schostakowitschs 1. Violoncellokonzert eine besondere Rolle zu. Sie fungiert hier quasi als Widerpart zum Solisten und erzeugt immer wieder Brüche im melodischen und rhythmischen Verlauf des Werkes. Dem Cellisten ergänzend zur Seite gestellt hat Schostakowitsch das Horn, das ebenfalls mit größeren solistischen Partien betraut ist. Gewidmet ist das 1959 entstandene Konzert Msistlaw Rostropowitsch, dem Freund und Schüler des Komponisten, der auch die Uraufführung bewerkstelligte. Der international renommierte Cellist und Hochschulprofessor Danjulo Ishizaka wird den Solopart bei der Neubrandenburger Philharmonie übernehmen. Eröffnet wird der von GMD Sebastian Tewinkel geleitete Konzertabend „Con brio“ – „mit Feuer“ bzw. „Schwung“. So nämlich ist die Konzertouvertüre von Jörg Widmann überschrieben, die sich auf musikalische Charakteristika aus Beethovens 7. und 8. Sinfonie bezieht. Die Partitur von „Con brio“ ist nicht nur hinsichtlich der Rhythmik und Dynamik sehr differenziert ausgearbeitet, sondern enthält auch sehr konkrete Angaben zur gewünschten Spieltechnik und Vortragsweise. So soll die Pauke mit dem Holzstiel auf den Spannreif geschlagen werden. Spezielle Klangeffekte erhofft sich Widmann u. a. von den Flöten, von denen er „70% Luft, 30 % Ton (oder noch weniger) verlangt. Die am 25. September 2008 vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons Leitung aus der Taufe gehobene Ouvertüre erlebte bereits zahlreiche Reprisen im In- und Ausland.

 

Danjulo Ishizaka, 1979 in Bonn in eine deutsch-japanische Familie geboren, begann bereits mit 4 Jahren das Cellospiel. Er studierte in Berlin bei Boris Pergamenschikow und Tabea Zimmermann. Weitere Prägung erfuhr er außerdem durch Bernhard Greenhouse, György Kurtág, Menahem Pressler und das Amadeus-Quartett. Bereits in jungen Jahren hat Danjulo durch den Gewinn zahlreicher internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam gemacht. Besonders hervorzuheben ist der Gewinn des 1. Preises beim renommierten Internationalen ARD-Wettbewerb in München, aber auch bereits zuvor gewann er erste Preise wichtiger internationaler Wettbewerbe, unter denen besonders der Internationale Gaspar Cassado Wettbewerb und der Internationale Lutoslawski Wettbewerb hervorzuheben sind. Sein letzter Wettbewerb, an dem er aktiv teilnahm und den er ebenfalls als 1. Preisträger gewann, war der Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin, welcher unter der Schirmherrschaft von Daniel Barenboim erstmalig zum 100. Geburtstag des legendären Cellisten ausgetragen wurde.

 

Erste Konzerte führten den Cellisten mit nur 17 Jahren in die Berliner Philharmonie. 2003 debütierte er im Musikverein in Wien, 2004 in der Suntory Hall in Tokio, 2006 in der Carnegie Hall in New York, 2008 in der Royal Albert Hall in London und 2010 in der Londoner Royal Festival Hall. Mstislaw Rostropowitsch hat Danjulo in seinem letzten Lebensabschnitt gefördert, indem er ihn wiederholt für Konzerte unter seiner Leitung einlud und ihn in persönlichen Konsultationen mit Unterricht geprägt hat – Danjulo zählt wohl zu den letzten, die Unterricht von ihm direkt erhielten. Danjulos Spiel schätzte er überaus und beschrieb es mit den Worten: „phänomenal in seinem technischen Können, vollendet in seiner musikalischen Gestaltungskraft“.

 

2007 und 2008 wurde Danjulo für das „New Generation Artists scheme“ von BBC Radio 3 ausgewählt, was zahlreiche Rundfunkproduktionen solo, mit Klavier, mit den fünf BBC Sinfonieorchestern sowie ein Debüt Recital in der Wigmore Hall London beinhaltete sowie bei den BBC Proms, dem größten Festival für klassische Musik in London. Ende 2012 wurde er mit dem „Hideo Saito Memorial Fund Award“ ausgezeichnet, einem der bedeutendsten Musikpreise Japans, verliehen durch die Sony Music Foundation in Tokyo. Auch seine CD-Einspielungen erhielten begehrte Auszeichnungen wie den „Echo Klassik“ Preis 2006 für seine Debüt-CD und den Gramophone Award 2014 für die „Kammermusikeinspielung des Jahres“ zusammen mit dem Pavel Haas Quartett. Danjulo konzertiert regelmäßig in Europa, den USA, China, Russland und Japan und tritt mit Künstlern wie Gidon Kremer, Lisa Batiashvili, Tabea Zimmermann, Julia Fischer, Martin Helmchen, Nils Mönkemeyer, Vadim Repin und Viviane Hagner auf. Er arbeitet mit renommierten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem Detroit Symphony Orchestra, dem NHK und dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Royal und dem London Philharmonic Orchestra, der Opéra National de Paris, der Academy of St. Martin in the Fields und den Wiener Symphonikern.  Der Cellist ist auch gern gesehener Gast bei bedeutenden Festivals wie dem Kronberg Cello Festival, dem Schleswig-Holstein und dem Rheingau Musik Festival, dem Jerusalem Chamber Music Festival, dem Kissinger Sommer, dem Kammermusikfest Lockenhaus, den BBC Proms, dem Verbier Festival, dem HongKong Arts Festival und den Osterfestspielen Salzburg. 

Danjulo Ishizaka spielt das Stradivari Cello „Feuermann“ (1730) der Nippon Music Foundation, früher gespielt von dem legendären Cellisten Emanuel Feuermann. Außerdem wird ihm von der Kronberg Academy das von Wolfgang Schnabl erbaute Cello, zuvor gespielt von Boris Pergamenschikow, zur Verfügung gestellt. 

Zum Studienjahr 2018/19 übernimmt Danjulo Ishizaka eine Professur für Violoncello an der Hochschule für Musik.

 

 

 

Kosten

Parkett/Rang: 25,-/22,- Euro
Parkett: 3-4. Reihe: 18,-/16,- Euro
Parkett: 1-2. Reihe: 9,-/6,- Euro

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