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3. PHILHARMONISCHES KONZERT

Neubrandenburger Philharmonie - Memento - Werke von Stephan, Ravel und Tschaikowski

8. November 2019 - 19.30 Uhr

Memento

Rudi Stephan: Musik für Orchester (1910)
Maurice Ravel: Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand
Peter Tschaikowski: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 („Pathétique“)
Solistin: Marianna Shirinyan, Klavier
Dirigent: Benjamin Reiners 

Kieler GMD Benjamin Reiners zu Gast bei Neubrandenburger Philharmonie
ARD-Preisträgerin interpretiert Ravels Klavierkonzert für die linke Hand 

Memento ist das Programm des 3. Anrechtskonzertes überschrieben. Es lädt ein zu Andacht und Gedenken, denn die ausgewählten Werke entstanden vor tragischem Hintergrund: Als der Pianist Paul Wittgenstein durch eine schwere Verletzung im I. Weltkrieg seinen rechten Arm verlor, schien seine musikalische Laufbahn beendet. Doch er beschloss weiterzumachen, konzentrierte sich auf Übungen für die linke Hand und passte Werke des klassischen Repertoires den ihm verbliebenen Möglichkeiten an. Zudem vergab er Kompositionsaufträge. Neben Benjamin Britten, Erich Wolfgang Korngold, Sergej Prokofjew u. a. schrieb auch Maurice Ravel für Paul Wittgenstein ein Konzert für die linke Hand! Das einsätzige Werk setzt auf stilistische Vielfalt. Sein extrem schwieriger Solopart enthält Elemente des Jazz, Marschrhythmen, lyrische Kantabilität und einen Scherzo-Abschnitt. Interpretieren wird ihn Marianna Shirinyan, die 2006 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München gleich fünf Preise gewann (darunter den Publikumspreis) und seither gern gesehener Gast bei renommierten Festivals und Orchestern ist. Studiert hat die gebürtige Armenierin in Jerewan und Lübeck. - Rudi Stephan, der zu den begabtesten deutschen Komponisten seiner Generation zählte, kam im I. Weltkrieg an der Ostfront ums Leben. Er wurde nur 28 Jahre alt. Seine Musik, die an der Schwelle zwischen Spätromantik und Moderne steht, ist kaum bekannt. Überliefert sind auch nur die beizeiten vom Musikverlag Schott herausgegangenen Werke, denn Stephans kompositorischer Nachlass wurde 1945 während eines Bombenangriffs auf Worms ein Raub der Flammen. Der Kieler GMD Benjamin Reiners, der als Gast das Konzert der Neubrandenburger Philharmonie leiten wird, möchte mit der Aufführung von Rudi Stephans Musik für Orchester an den durch tragische Umstände in Vergessenheit geratenen genialischen Komponisten erinnern. – Ob seine Sechste und zugleich letzte Sinfonie von Anfang an als eine Art „Schwanengesang“ oder Lebensrückschau gedacht war, hat Peter Tschaikowski nicht preisgegeben. Er starb nur wenige Tage nach der Uraufführung seiner sog. „Pathétique“. Dass das Werk Requiem-Charakter trägt, hat er jedenfalls nicht bestritten. „Mich verwirrt der Umstand, dass meine letzte Sinfonie, die ich gerade eben geschrieben habe (...), von einer Stimmung durchdrungen ist, die der, von der das ‚Requiem' erfüllt ist, nahe verwandt ist“, bekannte er. Das Werk enthält Zitate aus dem orthodoxen Totenoffizium und schließt mit einem Adagio lamentoso, das einem „Versinken im Nichts“ gleichkommt (Burkhard Rempe).

 

Marianna Shirinyan wurde 1978 in Jerewan (Armenien) geboren. Im Alter von sechs Jahren wurde sie in das Tschaikowski-Gymnasium ihrer Heimatstadt aufgenommen und erhielt dort Unterricht bei Margarita Hakobian. 1995 begann Marianna Shirinyan ihr Studium an der Staatlichen Musikhochschule in Jerewan in der Klasse von Prof. Igor Javrian und setzte dieses 1997 bei Prof. Mathias Weber in Hamburg, bevor sie an der Musikhochschule Lübeck, in der Klasse von Prof. Konrad Elser mit Auszeichnung abschloss. Seit 2013 ist Marianna Shirinyan Steinway Artist.

Als sie im Jahr 2006 beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München gleich fünf Preise erhielt, begann für sie eine steile Karriere als Solistin und Kammermusikerin. Sie ist ein gern gesehener Gast bei vielen internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen, Bergen Festspillene, dem Stavanger International Chamber Music Festival und beim MDR Musiksommer. Gleichzeitig hat sie sich den Ruf als eine der führenden Pianistinnen der jungen Generation durch solistische Auftritte mit den renommierten skandinavischen Orchestern erworben, darunter das Danish National Symphony Orchestra, das Oslo Philharmonic, die Göteborger Symphoniker, das Trondheim Symphony Orchestra, die Copenhagen Philharmonic, das Ostrobothnian Chamber Orchestra und das Odense Symphony Orchestra. 

Benjamin Reiners ist ab der Spielzeit 2019/20 Generalmusikdirektor am Theater Kiel und damit Nachfolger von Georg Fritzsch. Geboren 1983 in Duisburg, machte er seine Ausbildung in Köln und Detmold. Am Staatstheater am Gärtnerplatz in München war er Solorepetitor und Kapellmeister, 2011 wechselte er als Zweiter Kapellmeister an die Niedersächsische Staatsoper in Hannover und wurde dort später Erster Kapellmeister. 2016 ging er nach Mannheim. Gastdirigate führten und führen ihn unter anderem zum Münchner Rundfunkorchester, an die Oper Graz, an das Staatstheater Nürnberg, an die Theater in Chemnitz und Münster sowie zu den Nürnberger Symphonikern.

Kosten

Parkett/Rang: 25,-/22,- Euro
Parkett: 3-4. Reihe: 18,-/16,- Euro
Parkett: 1-2. Reihe: 9,-/6,- Euro

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